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  TV Bühl - Abteilung Volleyball

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Am letzten Wochenende wurden die Deutschen Meisterschaften der Jungen U15 im Beach-Volleyball in der schönen Hansestadt Hamburg ausgetragen.

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Florian Ködel, Philipp Hornung, Tim Ell, Linus Hüger, David Gallas, Philip Hahn

Vier Bühler Volleyballer hatten sich hierfür mit Ihren Partnern aus Heidelberg und Ettlingen qualifiziert. Florian Ködel, Philip Hahn, Tim Ell und David Gallas machten sich also letzte Woche auf den langen Weg gen Norden. Die Vier haben gute Erinnerung an Hamburg. Schon im letzten Jahr konnten sie mit Ihren Kameraden vom TV Bühl die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften U14 in der Halle gewinnen. Nun hoffte man im Sand ebenso erfolgreich abzuschneiden. Doch die Vorzeichen standen schlecht, da man mit den Partnern aus Heidelberg und Ettlingen nur selten zusammen trainieren konnte. Im Vorfeld organisierten die Jungs selbst Ihre Trainingseinheiten im Sand, abwechselnd wurde mal in Heidelberg und mal in Eisental gebeacht. Die Übernachtungen wurden jeweils durch elterliche Unterstützung geregelt. Sogar um Sponsoren kümmerten sich die Jungs alleine. So konnte ein kleiner Teil der Ausrüstung übernommen und die hohen Kosten für die Anreise reduziert werden. Nach der langen Fahrt mit dem Zug am Donnerstag standen dann am Freitag die ersten Wettkämpfe an. Es wurde in 6 Dreier-Gruppen gespielt. Die Gruppeneinteilung der DVJ (Deutsche Volleyball Jugend) erschien dem Betreuerstab einigermaßen willkürlich. So befand sich die Bühler-Fraktion in einer Gruppe mit den starken Mannschaften aus dem bayrischen Grafing und der ersten Mannschaft aus Freiburg wieder, während der Ausrichter relativ leichtes Spiel mit schwachen Mannschaften aus Norddeutschland und Rheinlandpfalz zu haben schien. Noch dazu sah der Turniermodus vor, dass nur der Gruppenerste weiter um die Meisterschaft mitspielen konnte. Überkreuzspiele mit anderen Gruppen waren nicht vorgesehen. Wollte man ein gutes Ergebnis erreichen, war man also gezwungen, in der Gruppenphase möglichst gut abzuschneiden. Die Bühler konnten dann im ersten Gruppenspiel ihre Gegner aus Freiburg und Grafing studieren, bevor man selbst an den Ball musste. Die Befürchtungen wurden bestätigt: beide Gegner waren technisch versiert und schienen ob der besseren Trainingsmöglichkeiten von Vereinsseite besser vorbereitet. Der erste Gruppengegner aus Freiburg, der zuvor deutlich gegen Grafing verloren hatte, stand also im Spiel gegen die Bühler Jungs schon gehörig unter Druck, wollte man nicht schon zu Beginn des Turniers alle Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden verspielen. Entsprechend engagiert gingen die Freiburger ins Spiel. Unsere Bühler und Ihre Partner konnten aber die Freiburger in den beiden Einzeln (2 gegen 2) mit 21:14 und 21:10 besiegen. Der neue Turniermodus sah dann aber noch mindestens zwei weitere Sätze 4 gegen 4 vor, um den endgültigen Sieger zu ermitteln. Man musste also mindestens 3 Sätze gewinnen, um als Gesamtsieger festzustehen. Prompt verloren die Bühler das erste 4er-Match knapp mit 13:15 und hatten dann auch beim Stande von 10:14 im vierten Satz vier Satzbälle gegen sich. Hätten die Bühler verloren, käme es in einem fünften Golden-Set zum Tie-Break. Aber die Bühler bewahrten ruhiges Blut und konnten nach Abwehr von insgesamt 6 Satzbällen mit Ihrem dritten Matchball den Satz mit 21:19 und damit das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden. Freiburg war also früh raus aus dem Rennen um den Gruppensieg. Im zweiten Gruppenspiel trafen die Bühler dann auf den TSV Grafing. Zwar waren die Bühler physisch überlegen, aber die technischen Fertigkeiten der Mannschaft aus Grafing waren beeindruckend. So ging man also mit gehörig Respekt in die ersten beiden Einzelmatches (2 gegen 2), die die Bühler aber deutlich mit 21:11 und 21:17 für sich entscheiden konnten. Man ging nun mit einem 2:0 in die abschließenden 4er-Matches. Auch hier konnten sich die Bühler überraschender Weise deutlich mit 15:9 und 15:11 durchsetzen, so dass am Ende ein 4:0 über Grafing als Ergebnis feststand. Als Gruppensieger war man dann automatisch für die Finalrunde der besten 6 Teams qualifiziert. Dass die Gruppe außerordentlich stark besetzt war, zeigt die Tatsache, dass Grafing am Ende Bester in der zweiten Gruppe (Platz 7 in der Endabrechnung) und Freiburg Bester in der dritten Gruppe (Platz 13 in der Endabrechnung) wurde. Für die Bühler ging es in der Zwischenrunde dann mit Rottenburg und Schwerin um den Einzug in die Halbfinals.

Schwerin verlor das Spiel gegen Rottenburg knapp mit 1:3, so dass die Bühler Ihrerseits mit einem Sieg gegen Schwerin schon das Ticket für das Halbfinale sicher hätten. Es entwickelte sich ein dramatischer Schlagabtausch. Das erste Einzel (2 gegen 2) konnten die Bühler wieder mit 21:12 für sich entscheiden, verloren aber das zweite mit 16:21. Im ersten Doppel (4 gegen 4) setzten sich die Bühler wieder mit 15:10 durch, verloren aber das zweite Doppel mit 12:15. Ein Golden-Set musste die Entscheidung herbeiführen. Hier konnten sich die Bühler mit ihrem Team mit 15:13 knapp durchsetzen und feierten frenetisch den Einzug in das Halbfinale. Das abschließende Zwischenrundenspiel gegen Rottenburg bestimmte letztlich nur den Gegner in den Halbfinals. Beide Teams hatten sich durch ihre Siege gegen Schwerin bereits qualifiziert. Hier konnte sich die Rottenburger mit 3:1 gegen die Bühler durchsetzen. Dies bedeutete für die Bühler, dass sie im Halbfinale auf die Übermannschaft aus Dachau treffen sollte. Die Jugendmannschaften des ASV Dachau sind den letzten Jahren zu den absoluten Top-Mannschaften in der Halle wie beim Beach aufgestiegen. Zahlreiche Meisterschaften in allen Altersklassen geben Zeugnis der erfolgreichen Jugendarbeit der letzten Jahre. Die Bühler gingen also als Underdog in die Matches und waren tatsächlich deutlich unterlegen. Mit 0:4 verlor man zwar das Halbfinale nicht aber die Moral, schließlich ging es dann im abschließenden Spiel gegen Human Essen immer noch um die Bronzemedaille. Zu diesem Match gibt es eine Vorgeschichte. Schon im letzten Jahr traf man bereits in der KO-Runde bei der DM U14 in der Halle in Hamburg aufeinander. Damals konnten sich die Bühler im Tie-Break mit 15:13 durchsetzen und später dann den Gewinn der Bronzemedaille feiern. Dieses Mal ging es im Aufeinandertreffen direkt um die Bronzemedaille. Im kleinen Finale spielten die Bühler groß auf und ließen den Essenern nicht den Hauch einer Chance. Mit 21:10, 21:11 in den Einzeln und 15:10, 17:15 in den Doppeln war das Ergebnis mit 4:0 für die Bühler mehr als deutlich. Verdient sicherten sich die Bühler erneut die Bronzemedaille in Hamburg, was ausgiebig gefeiert wurde, bevor man sich auf die lange, lange Odyssee nach Bühl machte. Deutscher Meister wurde der ASV Dachau, der im Finale den TV Rottenburg mit 3:1 besiegen konnte. Baden-Württemberg konnte aber mit einem zweiten und einem dritten Platz das Länderranking der Bundesländer für sich entscheiden.

Die Rückfahrt begann Koffer-bepackt mit einem Fußmarsch zur U-Bahn-Station bevor man dann im Hauptbahnhof den ICE nach Fulda mit 20 minütiger Verspätung besteigen konnte. Gerade noch rechtzeitig erreichte man den ICE nach Frankfurt. In Frankfurt angekommen, es war bereits 23:05 Uhr, musste man feststellen, dass der ICE nach Karlsruhe einfach ausfällt. „Thank you for travelling with Deutsche Bahn“ dachte sich die Bühler Abordnung und erwischte gerade noch einen Bummelzug nach Mannheim, um wenigstens der badischen Heimat ein Stückchen näher zu kommen. Aber auch dieser Zug machte wegen Gleisbauarbeiten um 0:15 Uhr einen unfreiwilligen Stopp in the Middle of Nowhere. Um 0:45 Uhr kam man endlich in Mannheim an. Glücklicherweise konnte man Familie Ködel und Familie Gallas motivieren, den Bühler Tross nächtens in Mannheim abzuholen, sonst wäre man unfreiwillig in Mannheim gestrandet. Aber nicht genug der unfreiwilligen Stopps. Auf der A5 nach Karlsruhe war auch noch ein Bautrupp mit Markierungsarbeiten beschäftigt, so dass hier auch nochmal ein Stau um 01:30 Uhr von 5 Kilometer Länge zu vermelden war. Man entschied sich unfreiwillig für ein Ausweichmanöver über Hockenheim und kam dann völlig ermüdet aber glücklich um 2:30 Uhr in Bühl an. Die Reise hatte es wahrlich in sich.

Nichts desto trotz freuten sich Florian Ködel, Philip Hahn, Tim Ell, David Gallas mit Ihren Partnern Linus Höger aus Heidelberg und Philipp Hornung aus Ettlingen über den Gewinn der Bronzemedaille bei der Deutschen Beachmeisterschaft U15 in Hamburg.

jg

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